Hilde und Argie im Biologieunterricht (Astrid Schäfer-Vedova)

Vor einiger Zeit bekam ich die Einladung einer Grundschule zusammen mit einer Vereinskollegin und unseren Mischlingshunden Argie und Hilde den Biologieunterricht zum Thema Hund praktisch zu gestalten.

Die Kinder saßen erwartungsvoll in einer Runde und unsere Hunde in der Mitte. Zunächst ging es um die schon erarbeiteten Dinge von welchem Tier hat der Hund seine Abstammung? Wieviele Rassen gibt es? Was mag wohl in unseren Mischlingshunden so alles stecken? Weiter ging es mit der Anatomie des Hundes, hier konnten wir anhand unserer Vierbeiner z.B. das Gebiß sehr schön verdeutlichen. Das einige Hunderassen sogar Schwimmhäute zwischen den Zehen besitzen war selbst der Lehrerin fremd. So mußte "Hilde" ihre Pfoten genausten begutachten lassen.

Die Kinder waren mit Eifer bei der Sache und als wir zum praktischen Teil. "Wie begegne ich einem Hund, was muß man dabei beachten?" waren sie kaum noch zu bremsen. Jedes Kind konnte üben, wie man richtige Kommandos gibt, wie man einen Hund streichelt, vorausgesetzt, man darf ihn streicheln. Da dies "Hildes Part" war begutachtete Argie in der Zeit die Ranzen und tatsächlich erhaschte sie in einem unbeobachteten Augenblick ein Pausenbrot. Doch "Stars" nehmen kleine Ungezogenheiten meist nicht übel und Hilde und Argie waren an diesem Tag die absoluten Stars.

Am Ende der Stunde wurde noch ausgiebig über die Einsatzgebiete speziell ausgebildeter Suchhunde, Rettungshunde, Blindenhunde, Therapiehunde und Behindertenbegleithunde gesprochen.

Nun war Hilde im Einsatz als ausgebildeter Behindertenbegleithund konnte sie einige ihrer Aufgaben wie Apportieren von Gegenständen, das Öffnen und Schließen von Türen und auf Kommando Bellen vorfuhren. Dies wurde von den Kindern mit Spannung verfolgt.

Als Belohnung für eine gelungene Unterrichtsstunde durften die Kinder im Schulhof mit den Hunden ausgiebig Ball spielen.