Brandschutzerziehung

12.11.2007 Der Kreisfachwart für Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung, Uwe Dellmann aus Eggebek, hatte darum gebeten, ihn zu entlasten und selbst initiativ zu werden. Dieser Bitte kam die Freiwillige Feuerwehr Wanderup vor kurzem nach. Zuständig für Schule und Kindergarten ist hier Karl-Heinz Greggersen.

 

Demonstration eines Rauchmelders, den Vanessa Stark über einen rauchenden Tannenzweig hält. Daneben Kalli Greggersen (1), (v. r.) Lehrerin Frauke Andresen


Die Schule hatte die Bitte geäußert, vor der Weihnachtszeit die Kinder auf die Gefahren von offenem Feuer hinzuweisen und den Umgang damit zu lernen. Zunächst wurde in der 3. Klasse der Grundschule mit Lehrerin Frauke Andresen eine Unterrichtsstunde abgehalten. Dabei wurde Kalli Greggersen von einigen Feuerwehrkameraden unterstützt. Es wurde u. a. der Atemschutz vorgeführt mit dem Hintergedanken, den Kindern die Angst vor so einem „Monster“ zu nehmen. Den Kindern wurde weiter erklärt, dass man früher das offene Feuer benötigte, um Speisen zuzubereiten, um zu heizen und für viele weitere Dinge. Heute ist das anders, man hat Mikrowelle, Elektroherd, und einen offenen Kamin hat heute kaum noch jemand. Das Feuer ist sozusagen „eingesperrt“. Heute hat man offenes Feuer nur noch zur Freude, im Sommer beim Grillen und jetzt beim Laternelaufen, Geburtstag, Weihnachten. „Wenn alle ganz vorsichtig mit dem Feuer sind, dann benötigen wir eigentlich keine Feuerwehr“, erklärte Kalli Greggersen den Kindern. Diese Unterrichtseinheit wird an allen Klassen der Grundschule durchgeführt.

 

Hans-Heinrich Clausen und Hans-Georg Tuchert mit einigen Kindern vor dem Feuerwehrfahrzeug


Am nächsten Tag marschierte die Klasse 3 mit Lehrerin Frauke Andresen zum Feuerwehrhaus im Kamplanger Weg. Hier wurden die 26 Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde mit praktischen Vorführungen von Kalli Greggersen und Vanessa Stark unterrichtet, die andere Gruppe durfte eine Bewegungsfahrt mit dem Feuerwehrfahrzeug unternehmen, bei den Kindern sehr beliebt, und außerdem wurde ihnen die gesamte Ausrüstung des Fahrzeuges und der anderen Gegenstände im Feuerwehrgerätehaus erläutert. Danach wechselten die Gruppen.
Kalli Greggersen und Vanessa Stark demonstrierten den Kindern die Standsicherheit von Kerzen, es wurde das richtige Anzünden und der Umgang mit Streichhölzern gezeigt. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass heute kaum noch Streichhölzer verwendet werden. Geknickte Streichhölzer dürfen auf keinen Fall verwendet werden. Am besten benutzt man Kerzenanzünder. Es wurde den Kindern erklärt, dass sie nie alleine Feuer anzünden dürfen, und es darf nie eine Kerze allein in einem Raum brennen, „denn Feuer macht manchmal, was es will“, so Kalli Greggersen wörtlich. Dann wurde ein trockener Tannenzweig angezündet und durch den Rauch ein Rauchmelder aktiviert. Auf eine entsprechende Frage wurde festgestellt, dass 80 % der Kinder zu Hause einen Rauchmelder haben. „An den letzten 20 % arbeiten wir noch“, so Kalli Greggersen. Weiter wurde ein Seidenschal über eine Kerze gehalten, um zu zeigen, wie schnell er sich entzündet. Anschließend wurde das Feuer gelöscht, indem man es erstickte, d. h. es wurde ein feuchtes Tuch darüber gelegt. Außerdem wurde ein Weckglas über eine brennende Kerze gestülpt, das Feuer „eingesperrt“, und nach kurzer Zeit erlosch die Kerze wegen Sauerstoffmangels.
Zum Schluss wurde die gesamte Klasse mit dem Feuerwehrfahrzeug zurück in die Schule gefahren.

Jürgen Röh

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