Lehrerin Wiebke Jensen verabschiedet

27.06.05 Am letzten Tag dieses Schuljahres wurde Wiebke Jensen von der Grundschule Wanderup in den verdienten Ruhestand verabschiedet. 35 Jahre lang unterrichtete sie in Wanderup, zunächst an der Grund- und Hauptschule, später an der Grundschule, weil die Hauptschüler dann in Tarp unterrichtet wurden. Sie erlebte vier verschiedene Schulleiter, sie selbst war eine Zeit lang auch als kommissarische Schulleiterin tätig. 1970 begann sie ihren Dienst in Wanderup, ihr damaliger Schulleiter war gleichzeitig ihr Ehemann Dieter Jensen, der später in der Lehrerausbildung tätig war. Sie arbeitete während der gesamten Zeit gemeinsam mit insgesamt 22 Kolleginnen und Kollegen, 8 Lehramtsanwärtern und 4 Hausmeistern. Ca. 1.000 Schüler wurden während dieser Zeit in etwa 40.000 Stunden von Wiebke Jensen unterrichtet.

 

Wiebke Jensen (auf dem Stuhl sitzend), hinter ihr ehemalige Schüler und Eltern bei der Verabschiedung in der Turnhalle

 

Zunächst wurde sie in einer „Ausschulungsfeier“ in der Turnhalle in Gegenwart aller Lehrer, Schulkinder, ihres Ehemannes Dieter, des stellvertretenden Bürgermeisters Rüdiger Wamser, der Schulelternbeiratsvorsitzenden Maiken Ristau und vieler ehemaliger Schüler und Eltern verabschiedet. Jede Klasse gab eine kleine Darbietung, die einen Bezug zu ihr hatte. Von allen Schulkindern erhielt sie eine Flagge, auf die jedes Kind seinen Namen geschrieben hatte. Vom Kollegium erhielt sie einen Präsentkorb, dessen Inhalt sie an die Schule erinnern sollte.

 

Wiebke und Ehemann Dieter Jensen bei der Feierstunde im Bürgerheim.

 

Rüdiger Wamser würdigte in seiner Ansprache die besonderen Verdienste der beliebten Lehrerin für die Gemeinde und überreichte ihr einen Gutschein. Auch Maiken Ristau sprach ihr im Namen der Eltern den besonderen Dank aus für den jahrelangen Dienst.

Nach der Zeugnisausgabe in den einzelnen Klassen fand noch eine kleine Feierstunde im Bürgerheim statt, an der das Kollegium, der jetzige Hausmeister Heinrich Andresen und sein Vorgänger Kurt Nimtz, der stellvertretende Bürgermeister und die Elternbeiratsvorsitzende teilnahmen.

 

Das „W“ für Wiebke ist in der Mitte deutlich zu erkennen.

 

In seiner Laudatio ging Schulleiter Peter Franke auf das Wirken von Wiebke Jensen ein. Sie sei immer eine sehr fürsorgliche Kollegin gewesen, die sich nicht nur für die ihr anvertrauten Kinder, sondern auch für das gesamte Kollegium eingesetzt habe. Sie sei während all der Jahre ein absolutes Vorbild gewesen wegen ihrer Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. Sie habe nur bei wirklich ernsthafter Erkrankung gefehlt. „Sie hat sich immer ganz toll für die Schule eingesetzt“, sagte Peter Franke wörtlich. Sie habe einen Beruf ausgeübt, „der nie langweilig war und bei dem man immer in Action ist“. Natürlich gebe es gelegentlich Reibungsfelder, denn es seien in Erziehungsfragen durchaus unterschiedliche Meinungen vorhanden. Es sei schwierig, „es allen Leuten recht zu machen“, und oft sei es eine Art Gratwanderung. Immer habe Wiebke Jensen aber zum Wohle und im Interesse der Schüler agiert.

Jürgen Röh

zurück