Projekttage der Grundschule Wanderup

Vom 14. 04. bis zum 17. 04. 03 fand in der Wanderuper Grundschule Unterricht in ganz anderer Form statt: Die Klassenverbände wurden aufgelöst, und alle Kinder konnten während dieser Zeit ihren Interessen und Neigungen nachgehen. In einem Gespräch erläuterte Schulleiter Peter Franke das gesamte Projekt.

Man versuche, in einem Turnus von zwei Jahren eine Projektwoche „auf die Beine zu stellen“. In diesem Jahr habe man den Schülerinnen und Schülern 11 Projekte anbieten können innerhalb eines breiten Rahmens von der Entdeckung von Wald und Natur über Bastel- und Laubsägearbeiten, Schulhofgestaltung und Ausschmücken und Pflege der Gartenanlagen bis zu einem Nähkurs, in dem Puppenkleider genäht worden seien, Fotos des Dorfes aus Sicht der Kinder, Kochen und Backen und Vieles mehr. Ein sehr breites Spektrum sei abgedeckt worden, um den Neigungen der Kinder gerecht werden zu können.

 


Hier wird das selbst gebaute Angelspiel ausprobiert

 

Diese Fülle der Angebote habe man nur unterbreiten können, weil sich Eltern bereit erklärt hatten, hier mitzuarbeiten. „Sie haben ihre Sache wirklich phantastisch gemacht“, so der Schulleiter wörtlich. Es seien tolle Ergebnisse heraus gekommen. Es werde immer schwieriger, Freiwillige zu finden. Umso dankbarer sei die Schule, dass Eltern zum Teil ihren Urlaub und ihre freie Zeit für die Interessen der Kinder geopfert hätten. Auch die Lehrerinnen und Hausmeister Kurt Nimtz seien in ständigem Einsatz gewesen und hätten hervorragende Arbeit geleistet.

 


Höchste Konzentration beim Zielspiel mit den Murmeln

 

Am Gründonnerstag fand nach der Projektzeit von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr eine Präsentation der einzelnen Projekte statt. Viele Eltern nahmen die Gelegenheit wahr, sich alles anzusehen. Auch die Kinder nahmen die Projekte in Augenschein, an denen sie nicht beteiligt gewesen waren.

 


Projekt „Eine Seefahrt, die ist lustig“

 

Die ganze Sache habe deshalb einen pädagogischen Sinn gehabt, weil die Kinder sich klassenübergreifend in neuen Gruppen zusammengefunden hätten. Dadurch werde das soziale Lernen gestärkt. Auch die Eigenverantwortung und die Verantwortung für kleinere Mitschülerinnen und Mitschüler werde gefördert.

Jürgen Röh

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